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Tiergerechte Stallerweiterung

In Prutting im Landkreis Rosenheim wurde für den 75 ha-Betrieb von Anton Maier ein neues, kostengünstiges Stallkonzept geschaffen, mit dem der Betrieb für die Zukunft gerüstet ist und das auch dem Tierwohl gerecht wird.

Ab Frühjahr 2014 ging es an die Erweiterung des vorhandenen, überbelegten Stalls. Es sollte eine tiergerechte und wirtschaftliche Lösung entstehen. Die Bedarfsplanung begann etwa ein Jahr vor Baubeginn. Kurz vor Beginn der Arbeiten entschied man sich für einem zusätzlichen Baukörper mit Jungviehseite, Abkalbebereich  und kleiner Maschinenhalle. Es sollte ein tierfreundlicher Bau entstehen, der mit knapp 35 m Breite nicht zu riesig ist und sich gerade am Dorfeingang von Prutting gut in die Landschaft einfügt.

Bereits bei Planung konnte sich unser Unternehmen aktiv bei den Überlegungen einbringen. Der Auftraggeber Anton Maier diskutierte immer wieder intensiv mit Ralph Schreyögg.

Mit der Erweiterung wurde der vorhandene, 1995 erbaute Stall, um rund 35 m verlängert. Die Fütterung erfolgt jetzt über einen mittigen Futtertisch. Auf der einen Seite können 140 zu melkende Kühe und auf der anderen Seite das Jungvieh, die Trockensteher sowie die Kalbenden untergebracht werden. Im bestehenden Stall gab es Außenliegeboxen mit Güllekanal, die in die Erweiterung eingebunden wurden mussten. Ebenso war eine Anpassung des Gebäudes erforderlich.

Durch die breiteren Güllekanäle entstand ein etwas breiterer Neubau. Im bestehenden Stall war ein Stichfuttertisch. Da die Kühe auf die andere Seite wechseln konnten, war es möglich, die Verlängerung des Milchviehteils bereits während der Bauphase zu beziehen. So war genug Platz vorhanden. Die Kühe benötigten die andere Seite nicht mehr. Der Futtertisch konnte verbunden werden.

Jetzt nach Abschluss der Erweiterung zeigt sich, dass es im Betrieb wesentlich geordneter und runder abläuft, da alle Tiere in einem Gebäude untergebracht sind. Die Kälber werden gegenüber dem Melkstand untergebracht, wandern mit zunehmenden Alter immer weiter nach hinten, wo dann die Abkalbebox liegt. Durch eine mögliche Absperrung können sie dann, wie auch alle anderen Kühe, in den Melkbereich und wieder zurückgebracht werden. Die Tiere fühlen sich im luftigen Neubau sehr wohl. Die Klauengesundheit hat sich verbessert und die Milchleistung konnte um rund 1.000 Liter pro Kuh gesteigert werden. Die verbesserte Übersicht hat eine einfachere Kontrolle zur Folge und der Arbeitsaufwand für Fütterung und Tierbetreuung konnte gesenkt werden.

Mit viel Eigenleistung des Auftraggebers, gerade im Bereich Unterbau, entstand ein erschwingliches Gesamtkonzept, das eine tiergerechte Aufstockung der Zahl der Milchkühe und der Fressplätze möglich machte. So blickt Familie Maier, die auf dem Gelände auch ein Hof-Café betreibt, positiv in die Zukunft.